Im Hof wurde im weiteren Verlauf der rechte Seitenflügel aufgebaut. Der Rohbau war fertig und sollte einen Waffelautomaten aufnehmen, der schon bestellt war.
Damit die Waffeln eine bessere Qualität bekamen - Geschmack und Aussehen - brauchte man einiges an Zucker. Die offiziellen Zuteilungen reichten nicht aus und die Nachfrage nach Eiswaffeln stieg ständig an.
Theodor versuchte also, Zucker auf dem "freien Markt" zu kaufen. Das war, als es den Behörden bekannt wurde, ein wunderbarer Anlass, um diesem schnell wachsenden handwerklichen Kleinbetrieb das Handwerk zu legen. Die Sache wurde als so genanntes "Wirtschaftsvergehen" behandelt. Durch die vorläufige Inhaftierung des Vaters und Chefs konnte, was natürlich in diesen Jahren das Wichtigste für den DDR-Staat war, ein Urteil auf Enteignung und Einzug des Vermögens erreicht werden. Bis zur endgültigen Beschlagnahme führte die Mutter Gertrud das Geschäft weiter. Nach der Entlassung des Vaters 1953 verließ die Familie Schwedt und floh in den Westen. |
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1954 noch ein "Zwei-Mann-Betrieb".
Von 1954 bis 1960 hatte Familie Zachert dann einen Zwei-Mann-Bäckerbetrieb in Wolfschlugen bei Nürtingen gepachtet. Dort arbeitete neben Theodor Zachert auch der Schwiegersohn Rudolf Ritter in der Backstube mit. Als sich der Sohn Rainer entschlossen hatte, auch Bäcker zu werden, und die finanziellen Mittel ausreichend waren, entschloss man sich, eine eigene Bäckerei am jetzigen Stammsitz des Unternehmens, in Leonberg, zu bauen. Mehr zur Dampfbäckerei ».
1960 Gründung der Bäckerei in Leonberg
"Die Bürger im Ramtel waren schon damals sehr froh, einen Bäcker in der Nähe zu haben, deshalb lief der Verkauf aus der Backstube schon, als die Bauarbeiten für den Laden noch im Gang waren. Denn im Ramtel lebten schon damals rund 4000 Menschen", erinnert sich Renate Zachert, die Mutter von Rainer Zachert junior, die ihren Sohn immer noch hilfreich im Laden und hinter den Kulissen zur Seite steht.

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